KI-Agenten sicher an Firmenwissen und Kommunikation anbinden: Hermes, Six und MCP
Ein KI-Agent, der eigenständig E-Mails liest und auf unser Firmenwissen zugreift, braucht ein durchdachtes Sicherheitsmodell. So haben wir es bei „Six“ gelöst.
Von der Idee zum Werkzeug
Der Auslöser war banal: An einem einzigen Tag standen 1.646 neue Projektausschreibungen auf einem einzigen Portal – davon drei bis fünf tatsächlich relevant. Kein Mensch sichtet das zuverlässig jeden Tag. Unser KI-Agent „Six“ (Grundgerüst: das Open-Source-Framework Hermes) übernimmt diese Vorsortierung, dazu die Filterung von Kontaktformular-Spam auf der eigenen Website.
Sicherheit zuerst
Ein Agent mit Postfachzugriff ist ein attraktives Ziel. Deshalb läuft Six mit einem eigenen, eng berechtigten Dienstpostfach statt persönlicher Zugangsdaten. Bei der Inbetriebnahme fiel zudem auf: Eine reine Absenderprüfung auf das From:-Feld einer Mail wäre wirkungslos, da dieses Feld frei fälschbar ist. Erst die Prüfung des Authentication-Results-Headers – des Stempels, den der Mailserver nach SPF-, DKIM- und DMARC-Prüfung setzt – macht die Zugriffskontrolle tatsächlich belastbar.
MCP: Werkzeugzugriff auf Firmenwissen
Über das Model Context Protocol (MCP) hat Six zusätzlich lesenden Zugriff auf unsere interne Wissensdatenbank – mit einem eigenen Servicekonto, das ausdrücklich keine Lösch- oder Admin-Rechte besitzt. So kann der Agent Fragen zu internem Wissen beantworten, ohne selbst etwas verändern zu können.
KI-Agenten sind mehr als ein Chatfenster – richtig abgesichert, sparen sie echte Sichtungszeit. Wir zeigen Ihnen, wie das für Ihr Unternehmen aussehen kann.