ERPNext statt Sage oder Odoo: Unser Einstieg ins Open-Source-ERP
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ERPNext statt Sage oder Odoo: Unser Einstieg ins Open-Source-ERP

· Holger Klink

Ein ERP-System ohne Lizenzkosten und ohne Open-Core-Fallen – wir haben ERPNext für den eigenen Betrieb aufgesetzt und erste echte Rechnungen darüber laufen lassen.

Warum nicht Odoo?

Odoo wirbt mit „Open Source“, aber ausgerechnet die für ein Dienstleistungsunternehmen wichtigen Module – Projektabrechnung, erweiterte Buchhaltung – liegen hinter der kostenpflichtigen Enterprise-Version. ERPNext (Frappe Framework) ist dagegen vollständig unter GPLv3 lizenziert, inklusive aller Kernmodule.

Deutscher Feinschliff

Für den deutschen Markt gibt es von ALYF Leipzig ausgereifte Zusatz-Apps: erpnext_germany für DATEV-taugliche Kontenrahmen, erpnext_datev für den Buchhaltungsexport und eu_einvoice für die E-Rechnungspflicht.

Ein handfester Fallstrick – und ein Messwert

Beim PDF-Export sorgte die Standard-Fußzeile von wkhtmltopdf dafür, dass jede Rechnung eine leere zweite Seite bekam – erst nach Anpassung des Druckformats behoben. Bei der E-Rechnung (ZUGFeRD/EN16931) zeigte sich zudem ein Unterschied, der leicht übersehen wird: Ein PDF mit eingebettetem XML über den Download-Knopf kam auf 78.069 Byte, dieselbe Rechnung per Mail versendet nur auf 63.949 Byte – das eingebettete XML fehlte im Mailanhang. Solche Details entscheiden darüber, ob eine E-Rechnung tatsächlich maschinenlesbar ankommt oder nur so aussieht.

Planen Sie den Umstieg von Sage oder Odoo? Wir haben die Fallstricke schon einmal durchlebt.

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